Mission: Wombat streicheln

 
18August
2018

Mission erfüllt

Es gibt wichtige Neuigkeiten.

In Whangarei parkten wir auf dem Parkplatz zum Kiwi House, ließen dieses jedoch links liegen und gingen nebenan zur Vogelaufzuchtstation. Dort wird kein Eintritt genommen, sondern nur nach Spenden gefragt und man sorgt sich tatsächlich um die Vögel. Anstatt einen gefangenen Kiwi hinter Glas zu sehen, entschieden wir uns, den einbeinigen Sparky zu besuchen- der wohl berühmteste Kiwi Neuseelands.

Nachdem wir ein paar Stunden zuvor bei der Aufzuchtstation niemanden angetroffen hatten, war nun der Inhaber, ein etwas älterer Herr vor Ort. Er nahm uns mit und zeigte uns allerlei Vögel, die er, zusammen mit seiner Frau, aufpäppelt, um sie dann wieder frei zu lassen. Er erzählte uns von seinen Patienten und zeigte uns Bilder von den letzten 30 Jahren Arbeit in der Aufzuchtstation. Er ist wirklich mit Herzblut dabei und nahm uns letztendlich mit zu Neuseelands bekanntestem Kiwi Sparky- Wieso am bekanntesten? Kiwis dürfen nicht mehr gehalten und gestreichelt werden. Einzig Sparky hat das Vergnügen, Schulklassen zu besuchen, im Flugzeug durchs Land geflogen zu werden und auf einem Militärschiff zu sitzen. Sparky wurde bereits als Baby gefunden und in die Aufzuchtstation gebracht. Er hat ein Bein in einer Falle für Possums verloren und wird die Station daher nie wieder verlassen. Es scheint, als würde ihn das nicht weiter stören, da er wie auch die anderen Vögel dort ein neues Zuhause gefunden hat.

Wir lernten noch die beiden Tuis kennen, ebenfalls eine neuseeländische Vogelart, die wohl leider unter der Berühmtheit des Kiwis zu leiden hat. Es sind dennoch sehr intelligente und lustige Vögel, die sich selbst das Sprechen beigebracht haben.

Es war auf jeden Fall ein lohnenswerter und informativer Besuch und wir haben gerne eine Spende hinterlassen! Wir würden jedem ans Herz legen, solche Stationen zu unterstützten, an Stelle eines touristischen Kiwihauses.

Wir sind gespannt, ob wir Kiwis in ihrer freien Wildbahn antreffen werden. Man sollte meinen, dass dies eigentlich kein Problem sein sollte, da in Neuseeland absolut nichts gefährliches lebt. Jedoch werden Hunde und Autos den Kiwis zum Verhängnis.

Mit den schönen Erfahrungen legten wir uns Schlafen, um am nächsten Morgen fit für die Whangarei Falls zu sein. Die für uns bis jetzt schönsten Wasserfälle der Insel und dann auch noch ohne anstrengende, lange Wanderungen dorthin.

Mit schönen Bildern im Gepäck (Hannah hat ihr komplettes Fotoequipment ausgepackt) machten wir noch einen Stopp an den Hundertwassertoiletten und kehrten dann bei strahlendem Sonnenschein in Paihia ein. Nicht ohne Grund startet von dort unsere morgige Tour in die Bay of Islands. Schon vom Café aus hatten wir den Blick auf kleine begrünte Inseln mit Segelbooten davor. Das Wetter war so gut, es wurden sogar die Campingstühle ausgepackt. Beladen mit Süßigkeiten saßen wir am Strand und genossen den Ausblick und die Wärme (endlich kein Regen mehr).

Der Tag war eigentlich schon perfekt, doch dann kam unser Schlafplatz für heute!

Für preiswerte 10,20€ parkten wir Buddy rückwärts in Richtung Wasserfälle und Sonnenuntergang ein- ein malerisches Bild! Wir hoffen, dass das Wetter uns dieses Mal keinen Strich durch die Rechnung macht und wir morgen früh unseren Kofferraum öffnen und einen Sonnenaufgang bestaunen können.

Sonniges Wetter wäre auch für unsere vierstündige Bootsfahrt durch die Bay of Islands morgen von Vorteil!

Betet mit uns, eure Bumerangs♥

links Sparky, rechts Lena Sparky Suche Lena Whangarei Falls Nachmittagsplatz Schlafplatz

 

17August
2018

Kurzes Update

Nach einem kurzen Abstecher in die Hamilton Gardens, die im Winter dann doch etwas trist wirken, fuhren wir zu the Base- DEM Shoppingcenter in Neuseeland. Bereits im ersten Laden wurden wir fündig und fragten uns, wie viel Geld wir wohl noch an diesem Tag lassen würden. Lena machte noch einen Schnapper und kaufte sich eine Winterjacke- nicht nur sehr funktionell für die Südinsel, sondern auch schön!

Nach ein paar Stunden shoppen und einer Stärkung verließen wir dann Hamilton und machten uns auf den Weg Richtung Norden! Einige Kilometer trennten uns zu unserem nächsten Schlafplatz. Wir fuhren vorbei an Auckland, über eine Brücke mit traumhaften Ausblick auf die umliegenden Inseln und die Stadt (Lena filmte die Fahrt auch, jedoch ohne das Video zu starten). Egal, die Bilder bleiben in unserem Kopf!

Nach zwei Stunden Fahrt und Stau (den gibt es tatsächlich auch in Neuseeland) kamen wir am Red Beach an. Ein traumhafter Surfstrand und ein toller Start für unsere Tour in den Norden.

Die letzten Tage waren sehr regnerisch und frisch. Wir erhoffen uns noch ein paar Sonnenstrahlen im Norden, bevor wir dann in ein paar Tagen schon bye bye Buddy sagen müssen. Apropros, wir dürfen Buddy noch einen Tag länger behalten und werden dann direkt in den Flieger auf die Südinsel steigen!

Für uns geht es jetzt weiter nördlich, Richtung Cape Reinga.

Bis dahin, eure Bumerangs ♥

 

17August
2018

Der Weg ist das Ziel

Rätsel: Was siehst du? (Auflösung erfolgt weiter unten.)

Der Wecker klingelte um kurz vor 7, um uns für den Sonnenaufgang bereit zu machen. Vorhänge bei Seite geschoben und einen Blick nach draußen auf den See gewagt. Doch leider weit und breit keine Sonne zu sehen. Nur graue Wolken. Also wieder umgedreht und noch ein bisschen weiter geschlafen.

Das geliehene Heizöffchen hatte uns zwar die Nacht gerettet, aber trotzdem musste ein neues her, da noch einige Nächte mit Buddy bevorstehen. Von einer Tankstelle bis zu nächsten durchgefragt, bis wir in einem Baumarkt Erfolg hatten. Jetzt konnte unser Trip über den Forgotten World Highway endlich losgehen.

Vorbei an unzähligen Schafen, mit der Sonne im Rücken durch die grüne Toblerone-Landschaft bestritten wir die ersten Kilometer. Kein Wunder, dass hier einige Szenen aus dem Hobbit gedreht wurden. Von jetzt auf gleich ging es über Schotterboden und Lehmstraßen durch eine dschungelartige Landschaft. Links Palmen, rechts Farne, unter uns reißende Wassermassen. Nach 12 Kilometern dann wieder Teletubbieland.

Kurz bevor wir in der Republik Whangamomona anhalten wollten, um uns einen Stempel in unseren Pass setzen zu lassen, gab es Stau. Eine Kuhherde war gerade dabei, ihren Weideplatz zu wechseln und passierte die Hauptstraße (und auch die einzige Straße in den Ort rein). Gemütlich trabten die Rinder vor und neben uns her und machten keine Anstalten, den Weg frei zu machen. Die nächste Kreuzung gehörte uns: Als die Herde aus unbekannten Gründen rechts abbog, zogen wir links vorbei.

Gestärkt von leckerem Kaffee und Kuchen traten wir die letzten 65 km in Richtung Stratford an. Dort verbrachten wir eine Nacht, bis wir am nächsten Tag in Richtung Waitomo aufbrachen. Auf Grund des schlechten Wetters ließen wir unsere geplante Wanderung auf dem Mount Taranaki aus und verbrachten den Nachmittag in dem gemütlichen Aufenthaltsraum am Campingplatz in Waitomo.

Der verregnete Nachmittag wurde uns durch die Fütterung der drei kleinen Lämmchen, die per Hand großgezogen werden, versüßt. Am Abend nutzten wir das phänomenale Inventar der Küche und kochten uns etwas leckeres. Es gab Reis mit Hähnchen und den günstigsten Gemüsesorten, die wir im Supermarkt finden konnten: Brokkoli (2 für 3 Dollar), Möhren und Pilze (haben wir uns gegönnt).

Schwupp die wupp der nächste Morgen. Mit dem gut eingeteilten Schwarzbrot gestärkt, ging es zum nächsten Highlight. Kommen wir an dieser Stelle zurück zu unserem Rätsel. Was konntest du auf dem Bild erkennen?

Richtig! Es waren Glühwürmchen. Denn heute ging es in die Footwhistle Cave, um Glühwürmchen zu bestaunen. Hier nochmal die Auflösung:

Beeindruckend, wie die Höhlendecke in der Dunkelheit zu einem Sternenhimmel werden kann! Leider halten die Kameras dieses Bild nicht so fest, wie wir es mit unseren Augen sehen konnten.

Nach einem kurzen Abstecher in den kleinen Surferort Raglan, sitzen wir nur in Hamillton und werden uns morgen das Shoppingcenter mal genauer angucken.

Bis dahin, eure Bumerangs♥

unendliche Weiten Lena on the road Forgotten world highway im Urwald angekommen Stau Teletubbieland

 

12August
2018

Alpakas und Lake Taupo

Hätten wir gewusst, dass es noch mehr stinken kann, hätten wir uns nochmal überlegt, ob wir die 30 Dollar Eintritt zahlen..

Gestern Morgen ging es zum Wai-O-Tapu, ein geothermischer Park. Wir wollten vor 10:15 da sein, um den täglichen Ausbruch des Geysirs zu sehen. Mit dieser Idee waren wir nicht alleine. Wir, ein paar andere und einige Chinesen rollten an, um sich das Spektakel anzusehen. Wir hatten es uns irgendwie spektakulärer vorgestellt.

Weiter ging es zum Rundweg im Park. Ein stinkendes Loch hier, ein qualmender Krater da und ein giftgrüner Hexenkessel. Dazu warmer Qualm und ein sehr unangenehmer Gestank nach faulen Eiern. Die Farben, die durch die verschiedenen Mineralien, die aus dem Boden kommen, entstehen, waren jedoch sehr beeindruckend.

Nach unserem magenstrapazierenden Spaziergang setzen wir unseren Weg Richtung Lake Taupo fort. Auf dem Weg zu unserem nächsten geplanten Stopp fuhren wir den Campingplatz für die nächste Nacht an- oder war es doch ein Streichelzoo?

Danach hieß es erneut entspannen. Neben den Wairakei Terraces genossen wir das mineralreiche Wasser. Die nett angelegten, treppenförmigen Pools sorgten für Urlaubsstimmung wie im Paradies. Und das Ganze ohne Gestank. Dort erholten wir uns für zwei Stunden, bevor es dann zu unserem Campingplatz ging.

Erstmalig durften wir frei wählen, wo wir unseren Campern hinstellen- Neben den Hühnern, den Hasen, den Alpakas, den Pfauen oder neben dem Schaf, alle frei rumlaufend. Wir entschieden uns dann für den Stellplatz in der Nähe der Toiletten, damit man auf nächtlichen Toilettengängen Begegnungen mit Alpakas vermeiden kann. Der Abend neigte sich dem Ende zu, doch weit und breit kein anderer Camper. Die Abgeschiedenheit des Campingplatzes mitten im Nirgendwo erweckte zum einen Gedanken wie „oh mein Gott, wie cool ist das denn“ und „ohoh, hoffentlich kommt kein Serienkiller vorbei“.

Umso glücklicher waren wir dann, als wir am nächsten Morgen nach Taupo aufbrachen. Dieser Tag sollte einer der schönsten Tage unserer Reise werden.

Er startete mit einer Bootstour auf dem Lake Taupo zu den Maori Schnitzereien bei strahlendem Sonnenschein. Immer im Hintergrund: die Gebirgskette mit Schnee auf der Spitze. Gegen Mittag waren wir zurück im Hafen und machten noch einen Abstecher zu den Huka Falls, bevor es zum Lunch ging. 200.000 Liter Wasser brechen an diesem Wasserfall in der Sekunde runter! Zurück am Hafen gönnten wir uns Fish&Chips und ein Freakshake mit einer fabelhaften Aussicht auf den Lake Taupo. Tatsächlich ist die Sonneneinstrahlung nicht zu unterschätzen und die Nase wurde rot.

Auf dem Weg zu unserem nächsten Campingplatz fuhren wir am See entlang und genossen die Aussicht auf die untergehende Sonne. Nachdem wir an einem Lookout gehalten hatten, um Fotos zu machen, entschloss Hannah, wir brauchen einen Stellplatz direkt am See. Kurz in die Camperapp geschaut und DEN Campingplatz für diese Nacht ausgesucht. Und jetzt sitzen wir hier mit einem Lächeln im Gesicht. Über uns 10.000 Sterne und sogar die Milchstraße ist zu erkennen, während die Temperatur draußen kalte 7 Grad beträgt. Der Wecker ist auf halb 7 gestellt, um den Sonnenaufgang aus dem Bett zu genießen J.

Die Nacht können wir jetzt kuschelig warm verbringen, da wir zum Glück einen kleinen Heizofen an der Rezeption leihen konnten. Unser Ofen hat leider letzte Nacht den Geist aufgegeben. Man sieht, es läuft nicht immer alles rund.

Das soll es jetzt gewesen sein mit stinkenden, heißen Quellen. Morgen geht es über den Forgotten World Highway zum Mount Taranki an der Westküste.

Bis dahin, eure Bumerangs♥

Geysir qualmender Thermalpark Wai-O-Tapu Hexenkessel Wairakei Terraces Entspannen mitten im Nirgendwo Nachbar 1 Nachbar 2Lake Taupo Maori Carvings Huka Falls Buddy Schlafplatz Schlafplatz

10August
2018

Maori und faule Eier

Gestern Morgen ging es weiter nach Rotorua, wo wir für zwei Tage blieben.

Auch der Alltag holt einen irgendwann wieder ein. Die Wäsche stand an. Gar nicht so einfach, wenn Winter ist und man nur einen Camper zum Trocknen zur Verfügung hat. Es wurde also improvisiert: große Teile nach draußen auf die Wäscheleine, kleine Teile im Camper aufgehangen.

Nachdem die Waschaktion erledigt war, erkundigten wir die Gegend um unseren Campingplatz herum. Aus sämtlichen Ecken qualmte und brodelte es- wir sind tatsächlich in der Thermalregion angekommen. Die qualmenden Sümpfe lassen sich ähnlich wie beim Hot Water Beach erklären. Einziger Unterschied: es stinkt nach faulen Eiern. Je näher man den Qualmwolken kommt, desto extremer. Grund dafür ist der Schwefelgehalt.

Der Tag ging ziemlich schnell um. Kochen mussten wir nicht, da donnerstags immer ein Nightmarket in Rotorua ist. Dieser ist mit einem Street Food Markt zu vergleichen, nur, dass alles billiger ist als bei uns daheim. Bis auf die Kälte war die Stimmung sehr entspannt und das Essen super lecker! Danach fuhren wir noch in die Redwoods zum Treewalk. In dem Wald steht einer der größten Bäume der Welt mit 72m. Wenn es dunkel wird, werden die Bäume mit Lichtern beleuchtet und man kann über Brücken zwischen den riesen Kauribäumen wandern.

Am nächsten Morgen lösten wir unser Dayticket für den Redwoods Treewalk ein, um die Kauribäume im Hellen zu bestaunen. Auf unserem Rückweg zum Campingplatz hielten wir am Kuirau Park an. Dort erkundeten wir durch eine Nebelwand hindurch blubbernde Matschlöcher und stinkende Seen. Bis auf den Geruch jedoch sehr faszinierend! Ein wirkliches Naturwunder.

Dieses Naturereignis machten wir uns zu Nutzen und badeten im Campingplatz eigenen Hot Pool, dessen Wasser ungefiltert aus dem Boden gepumpt wird. Die Wirkung zeigte sich bereits beim Einstieg in den Pool: Die Haut fing bei ca. 42 Grad Wassertemperatur an zu kribbeln und wurde weich.

Entspannt und gepflegt ging es dann um 17 Uhr in Richtung Tamaki Maori Village, um unseren Kulturabend zu starten. Im Center angekommen warteten wir auf alle Teilnehmer und wurden in vier große Gruppen (tribes) aufgeteilt. Wir gehörten zur Gruppe Kiwi- welch einfallsreicher Name. Auf der Busfahrt zum Village wurde ein Häuptling ausgewählt, welcher für unsere Gruppe bei den Dorfbewohnern um Eintritt bitten musste. Die Begrüßung der Gastgeber war laut und wild, teilweise angsteinflößend- sehr beeindruckend. Nachdem zwischen unserem tribe und den Einwohnern Frieden geschlossen war, durften wir ins Maori Dorf eintreten. Dort wurden uns verschiedene kulturelle Aspekte näher gebracht wie Spiele, Kunst, Tätowierungen und der Haka- Tanz.

Weiter ging es ins Versammlungshaus, in welchem uns einige Tänze dargeboten wurden. Wieder eine sehr ausdrucksstarke Mimik und Gestik (einfach mal bei Youtube Haka eingeben J).

Nun war es Zeit fürs Abendessen: Das traditionelle hangi, welches für drei oder vier Stunden auf heißen Steinen unter der Erde gegart wurde. Körbe mit Fleisch werden beim hangi direkt auf heiße Steine gelegt, anschließend das Gemüse und die Puddingkörbe obenauf. Ein nasses Tuch wird auf das Essen gelegt, gefolgt von einem nassen Jutesack.

Nachdem wir in den Speisesaal geführt wurden, wurden wir tischweise ans Buffet gebeten und konnten das traditionelle Essen kosten. Eine Abschlusszeremonie rundeten den Abend ab und wir wurden zurück zum Campingplatz gebracht.

Wie immer gingen die beiden Tage in Rotorua wie im Fluge um und morgen geht es mit Buddy schon wieder weiter zu unserem nächsten Stop.

Bis dahin, bleibt geschmeidig wie unsere Haut,

Eure Bumerangs♥

Redwoods by night Redwoods by day stinki stinki hangi

09August
2018

Besuch bei den Hobbits

Ausgeschlafen ging es in Richtung Matamata zu den Hobbits. Doch zuvor tankten wir Buddy noch einmal voll auf. Von solchen Spritpreisen können wir in Deutschland zur Zeit nur träumen. Umgerechnet 1,24€ für Benzin- da geht man doch gerne tanken J.

Auf dem Weg nach Mittelerde lagen noch die Wairere Falls, mit 153m die höchsten Wasserfälle der Nordinsel. Auf dem 45 minütigen STEILEN Anstieg begleiteten uns moosbedeckte Steine in allen Größen, Trolle? Kurz vor dem Herzkasper erblickten wir den gigantischen Wasserfall. Wie gut, dass wir ein Stativ dabei haben, denn wieder weit und breit keine Menschenseele. Nur Hannah, Lena, Elmo und das große Naturspektakel. Zurück bei Buddy stärkten wir uns mit einem Apfel und machten uns weiter in Richtung Hobbiton.

Es wurde hügelig, es wurde grüner, überall Schafe- Wir hatten das Auenland erreicht. Gestärkt im Shire´s Rest ging auch schon unsere geführte Tour los. Wir entschieden uns absichtlich für die letzte Tour des Tages, um den Menschenmassen aus dem Weg zu gehen. Leider spielte das Wetter nicht mit, was den Eindrücken jedoch nicht schadete. Im Gegenteil: Man fühlt sich tatsächlich wie in Mittelerde und kann voll und ganz in die Geschichte eintauchen.

Falls ihr euch fragt, wie die Größenverhältnisse von Gandalf und den Hobbits erzeugt werden konnten, wir haben jetzt die Antwort: Es wurden jeweils zwei identische Häuser, jedoch in zwei verschiedenen Größen gebaut. Gandalf=kleines Haus, Frodo=großes Haus- so einfach ist das. Übrigens, das Grundstück, auf dem das Filmset erbaut wurde, gehört der neuseeländischen Army, welche im Film die Rolle der Orks spielte.

Das Gerücht, es gäbe mehr Schafe als Menschen in Neuseeland, können wir nach heute auch bestätigen. Alleine auf den umliegenden Weiden des Filmsets grasen 30.000 Schafe (von denen 5.000 aktuell schwanger sind).

Weiter also zu Hobbiton. Es gibt nicht viel zu sagen, die Bilder sprechen für sich. Es ist ein seltsames Gefühl, dort lang zu gehen, wo über monatelange Arbeit hinweg eine so phantasievolle Filmwelt erschaffen wurde. Seht am besten einfach selbst.

auf dem Weg zu den Wairere Falls Wairere Falls Elmo vor den Wairere Falls Suche Elmo Willkommen in Hobbiton Hobbiton bei Bilbo zu HauseGreen Dragonnächster HobbitHobbit gesichtet

07August
2018

Am Drehort von Narnia

Ausgeschlafen ging es 7. August durchs Landesinnere auf die Coromandel Halbinsel. Schon vor unserem ersten geplanten Stopp wurde des Öfteren am Seitenrand geparkt, um die Aussicht zu genießen. Angekommen in Hahei folgte eine einstündige Wanderung zur Cathedral Cove. Beeindruckende Landschaft, Küste, Klippen und ganz viel Grün! Nachdem wir die Cathedral Cove erreicht hatten, war uns klar, warum hier Narnia gedreht wurde: Schaut man durch den riesigen Felsbogen hindurch, scheint es, als würde man in eine andere Welt blicken. Wir genossen unseren Lunch am Strand und tankten Sonnenstrahlen für den Rückweg.

Weiter ging es zum Hot Water Beach. Hier kann man tiefe Löcher in den Sand buddeln, um sich seine eigenen Thermalpools zu erschaffen. 2 km unter dem Strand brodelt es mit 160 Grad, sodass eine Resthitze bis zur Oberfläche reicht. Das Buddeln sparten wir uns auf Grund der „winterlichen“ Temperaturen auf und machten dafür eine Kneipp- Therapie durchs eiskalte Meerwasser.

Von hier aus ging es zu unserem heutigen Schlafplatz am Waihi Beach.

Da hamma uns wat janz wat feines ausjesucht.

Luxuscamping pur. Nach der Ankunft genossen wir erstmal eine Runde im beheizten Außenpool, um anschließend im Hot Water Pool zu entspannen. Man kann sagen, vier Jahre nach unserer letzten großen Reise ist die Art und Weise zu reisen ausgereifter J.

Mit vielen Eindrücken und Bildern im Kopf träumen wir gleich von Matamata, denn morgen geht es zum Drehort von dem Hobbit und Herr der Ringe. Betet mit uns für gutes Wetter.

Wir melden uns wieder, sobald wir WLAN haben!

Bis dahin, eure Bumerangs♥

on the road what a view Weg zur Cathedral Cove Weg zur Cathedral Cove zwei Welten Suche den Regenbogen on our way back Hot water beach mit Elmo

07August
2018

Wir heißen Buddy willkommen

Am Montag ging der Roadtrip dann so richtig los. Von Auckland ging es erst mit dem Bus zurück zum Flughafen und dann weiter mit dem Taxi zu Travellers Autobarn, wo wir unseren Campervan abholten. Elmo, unser kleiner roter Reisebegleiter, war auch schon ganz aufgeregt, dass es jetzt endlich los geht.

Bei der Autovermietung angekommen wurden die nötigen Formalien geklärt, der Camper in allen Grundzügen vorgestellt und dann waren wir auch schon auf uns allein gestellt. Wir teilten uns die Fahrt zu unserem ersten Stopp in Thames, sodass jeder einmal fahren konnte. Das Fahren im Linksverkehr zeigte sich leichter als gedacht. Das war unter anderem der Automatikschaltung geschuldet, da wir uns so viel besser auf den Verkehr konzentrieren konnten. Wir stellten fest, dass die Umgewöhnung als Beifahrer, also jetzt auf der linken Seite, viel größer ist, da man doch manchmal den Eindruck hat, man sei selbst der Fahrer.

Schon nach den ersten Minuten in Thames fühlten wir uns heimisch, da uns der kleine Ort an Griffith erinnert (2,5 Monate verbrachten wir hier in Australien in einem Workinghostel). Das erste Mal Camping mit unserem Camper und wir wurden von einem lieben, älteren Ehepaar auf einem sehr kleinen Platz begrüßt. Wir waren auch die einzigen auf diesem Campingplatz- vielleicht, weil Winter ist? Nach einer kleinen Erkundungstour durch Thames kauften wir uns etwas zum Kochen und wagten uns an unsere hausinterne Küche im Camper inklusive Gasherd, Mikrowelle und Kühlschrank- was braucht man mehr? Gesättigt bauten wir unseren Wohnraum in unser Bett um und genossen unsere erste Nacht im eigenen Camper, die dank des kleinen Heizöffchens sehr angenehm war.

Nach der ersten Nacht war uns klar, unser Begleiter für die nächsten 2,5 Wochen sollte Buddy heißen.

Thames Buddy

05August
2018

Am anderen Ende der Welt

 Schon bei der Landung wurde uns bewusst, dass wir im Auenland angekommen sind. Saftig grüner Rasen mit einer Nebelwand darüber und ein blau schimmernder Himmell begrüßte uns bei unserer Ankunft. Die Abfertigung am Flughafen verlief wieder easy. Lena musste ihre Wanderschuhe einmal vorzeigen, da diese bereits genutzt waren und in Neuseeland streng darauf geachtet wird, dass die Umwelt nicht durch fremde "Keime" belastet wird. Simkarte geholt, erstes Geld abgehoben und dann ging es mit dem Skybus zu unserem Hostel. Uns wurde schnell bewusst, hier herrschen winterliche Temperaturen. Jedoch nicht zu vergleichen mit unserem Winter. Wenn die Sonne scheint, fühlt es sich direkt wie Frühling an.

In einem sechser Zimmer mit ständig wechselnden Mitbewohnern verbrachten wir unsere ersten 4 Tage in Auckland. Unser erster Einkauf weckte Erinnerungen an Australien in uns. TimTams begrüßten uns, mit Schrecken erblickten wir Vegemite. Doch, dass die australischen Preise noch getoppt werden konnten, machten uns die grüne Paprika für 3,99$ und 500 gr Hackfleisch für 10$ bewusst. Zudem kein deutsches Brot. Selbst das von uns in Australien geliebte Pumpernickel gab es nicht. Zum Glück entdeckten wir am vorletzten Tag einen kleinen Laden mit internationalen Lebensmitteln- Schwarzbrot all over! MIttlerweile haben wir festgestellt, dass Essen gehen teilweise günstiger ist, als bei uns und als selbst zu kochen.

Nun wieder zurück zu Auckland. Die Innenstadt konnte uns bisher nicht von sich überzeugen, da alles sehr zusammengewürfelt aussieht. Dafür die kleinen Vororte umso mehr. Das Highlight war unser Tagesausflug nach Devonport. Mit der Fähre ging es in den kleinen Vorort. Schöne Gebäude im viktorianischen Stil, nette Cafés und Geschäfte. Wir stiegen auf einen kleinen Berg und genossen die Aussicht auf Auckland und das Umland. Segelboote auf dem Meer, umzingelt von grünen Landzungen und dazu strahlend blauer Himmel- besser geht nicht!

Vier Tage haben eindeutig gereicht, um Auckland und seine Vororte zu erkunden. Mit über 10000 Schritten pro Tag sind wir so einige Straßen abgelaufen. Ab morgen werden wir dann endlich mobil und das Abenteuer geht so richtig los! Um 10 Uhr holen wir unseren Camper ab, mit dem wir die Nordinsel bereisen werden. Wir sind gespannt, was uns erwartet und wie es sich im Camper leben lässt! Wir werden vom Fahren im Linksverkehr und Campen im "Winter" berichten!

Bis dahin, eure Bumerangs ♥

Auckland Museum Selfiestick kommt zum Einsatz Tiefenschärfe Skyline von Auckland Arbeitsplatz gefunden?! Devonport

 

05August
2018

Willkommen in der Wüste

See you soon Bis ganz baldWasserspiele bei Nacht Wasserspiele Suche Hannah Suche Lena Aquarium in der Dubai Shoppping MallWasserfälle in der Dubai Shopping MallWasserfall in der Dubai Shopping Mall 

 

Den Sonntag verbrachten wir wartend zu Hause und fieberten dem Abend entgegen, bis es endlich los ging. Um 21:15 saßen wir in der A380 Richtung Dubai. Film gucken, essen, schlafen und schon waren wir da.

Die Abfertigung am Flughafen durchlief so viele Stationen, dass wir nach 30 Minuten auch endlich bei unseren Backpacks ankamen und sie uns schon sehnsüchtig erwarteten. Der erste Eindruck von dieser Stadt war doch sehr positiv. Alles verlief reibungslos und schwupp die wupp waren wir auch schon in unserem Hotel- nur drei Stationen mit der klimatisierten Bahn. Im Hotel konnten wir direkt einchecken und erstmal das Frühstück genießen. Bis hierhin also alles vorbildlich..

Danach sollte es auf Erkundungstour gehen. 300 Meter bis zur Bahn und die Suppe tropfte auf den Asphalt. Wie ein Körper so schnell so viel Wasser produzieren kann, ist erstaunlich. Also hieß es, schnell rein in die klimatisierte Bahn- aber aufpassen, nicht krank werden. Unser Ziel für heute sollten die Souks im alten Dubai sein. Enttäuschend PUNKT. Aus der Haltestelle raus standen wir bei 48 Grad auf einer riesen Baustelle, weit und breit nichts zu sehen, da der Staub die Sicht begrenzte. Unter Souks hatten wir uns kleine, traditionelle Gässchen vorgestellt. Stattdessen empfingen uns klimatisierte, ramschige Geschäfte. Wir entschieden uns dafür, den Rest des Tages am Pool des Hotels zu verbringen- auch Sauna genannt. Aushalten konnte man es eigentlich nur im Pool, mit Kopf unter Wasser.

Nach 12, 5 Stunden Schlaf für Lena und etwas weniger für Hannah waren wir bereit für unseren zweiten und letzten Tag in Dubai. Das Tagesticket für die Bahn haben wir vollkommen ausgekostet. Zum einen, weil die Bahnen klimatisiert sind und zum anderen, weil die Entfernungen zu Fuß und bei der Hitze nicht zu bewältigen sind. Das Highlight des Tages war, wie vermutet, der Burj Khalifa und die Dubai Mall- Willkommen in der Zukunft! Egal was das Herz begehrt, die Dubai Mall machts möglich. Von Wasserfällen, über ein gigantisches Aquarium, bis hin zur Eislaufbahn. Dazu unzählige Shopping- und Essensstores. Und natürlich alles groß, größer, bombastisch.

Gegen Abend wagten wir uns nochmal nach draußen, um das größte Gebäude der Welt von Nahem zu sehen. 2 Minuten draußen und die Suppe lief mal wieder. Aber, der Ausblick einfach gigantisch. Die Hitze hielt uns nicht von waghalsigen Positionen ab, um den Burj Khalifa mit uns zusammen auf ein Foto zu bekommen. Die Wassershow auf dem Vorplatz schauten wir uns direkt drei Mal an!

Fazit: Dubai ist ein Zwischenstopp wert. Man sollte sich dafür jedoch den dubaischen Sommer aussuchen und nicht die dubaische Hölle. Umso glücklicher waren wir nun, dass es endlich weiter ging nach Neuseeland. Unter angenehmen, heimischen Wetterbedingungen können wir Auckland erkunden. Weitere 18,5 Stunden trennten uns vom anderen Ende der Welt. Mit viel Essen und guten Filmen, sowie einem kurzen Zwischenstopp auf Bali verging der Flug jedoch erstaunlich schnell!

 

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