Mission: Wombat streicheln

10August
2018

Maori und faule Eier

Gestern Morgen ging es weiter nach Rotorua, wo wir für zwei Tage blieben.

Auch der Alltag holt einen irgendwann wieder ein. Die Wäsche stand an. Gar nicht so einfach, wenn Winter ist und man nur einen Camper zum Trocknen zur Verfügung hat. Es wurde also improvisiert: große Teile nach draußen auf die Wäscheleine, kleine Teile im Camper aufgehangen.

Nachdem die Waschaktion erledigt war, erkundigten wir die Gegend um unseren Campingplatz herum. Aus sämtlichen Ecken qualmte und brodelte es- wir sind tatsächlich in der Thermalregion angekommen. Die qualmenden Sümpfe lassen sich ähnlich wie beim Hot Water Beach erklären. Einziger Unterschied: es stinkt nach faulen Eiern. Je näher man den Qualmwolken kommt, desto extremer. Grund dafür ist der Schwefelgehalt.

Der Tag ging ziemlich schnell um. Kochen mussten wir nicht, da donnerstags immer ein Nightmarket in Rotorua ist. Dieser ist mit einem Street Food Markt zu vergleichen, nur, dass alles billiger ist als bei uns daheim. Bis auf die Kälte war die Stimmung sehr entspannt und das Essen super lecker! Danach fuhren wir noch in die Redwoods zum Treewalk. In dem Wald steht einer der größten Bäume der Welt mit 72m. Wenn es dunkel wird, werden die Bäume mit Lichtern beleuchtet und man kann über Brücken zwischen den riesen Kauribäumen wandern.

Am nächsten Morgen lösten wir unser Dayticket für den Redwoods Treewalk ein, um die Kauribäume im Hellen zu bestaunen. Auf unserem Rückweg zum Campingplatz hielten wir am Kuirau Park an. Dort erkundeten wir durch eine Nebelwand hindurch blubbernde Matschlöcher und stinkende Seen. Bis auf den Geruch jedoch sehr faszinierend! Ein wirkliches Naturwunder.

Dieses Naturereignis machten wir uns zu Nutzen und badeten im Campingplatz eigenen Hot Pool, dessen Wasser ungefiltert aus dem Boden gepumpt wird. Die Wirkung zeigte sich bereits beim Einstieg in den Pool: Die Haut fing bei ca. 42 Grad Wassertemperatur an zu kribbeln und wurde weich.

Entspannt und gepflegt ging es dann um 17 Uhr in Richtung Tamaki Maori Village, um unseren Kulturabend zu starten. Im Center angekommen warteten wir auf alle Teilnehmer und wurden in vier große Gruppen (tribes) aufgeteilt. Wir gehörten zur Gruppe Kiwi- welch einfallsreicher Name. Auf der Busfahrt zum Village wurde ein Häuptling ausgewählt, welcher für unsere Gruppe bei den Dorfbewohnern um Eintritt bitten musste. Die Begrüßung der Gastgeber war laut und wild, teilweise angsteinflößend- sehr beeindruckend. Nachdem zwischen unserem tribe und den Einwohnern Frieden geschlossen war, durften wir ins Maori Dorf eintreten. Dort wurden uns verschiedene kulturelle Aspekte näher gebracht wie Spiele, Kunst, Tätowierungen und der Haka- Tanz.

Weiter ging es ins Versammlungshaus, in welchem uns einige Tänze dargeboten wurden. Wieder eine sehr ausdrucksstarke Mimik und Gestik (einfach mal bei Youtube Haka eingeben J).

Nun war es Zeit fürs Abendessen: Das traditionelle hangi, welches für drei oder vier Stunden auf heißen Steinen unter der Erde gegart wurde. Körbe mit Fleisch werden beim hangi direkt auf heiße Steine gelegt, anschließend das Gemüse und die Puddingkörbe obenauf. Ein nasses Tuch wird auf das Essen gelegt, gefolgt von einem nassen Jutesack.

Nachdem wir in den Speisesaal geführt wurden, wurden wir tischweise ans Buffet gebeten und konnten das traditionelle Essen kosten. Eine Abschlusszeremonie rundeten den Abend ab und wir wurden zurück zum Campingplatz gebracht.

Wie immer gingen die beiden Tage in Rotorua wie im Fluge um und morgen geht es mit Buddy schon wieder weiter zu unserem nächsten Stop.

Bis dahin, bleibt geschmeidig wie unsere Haut,

Eure Bumerangs♥

Redwoods by night Redwoods by day stinki stinki hangi